Villa Heike Kunstverein
BILDRÄUME DER SOLIDARITÄT
Open Call: Bildräume der Solidarität
Bewerbungsschluss: 01.05.2026
In einer Zeit zunehmender sozialer Ungleichheiten, ökologischer Krisen und politischer Polarisierung wird die Frage nach Solidarität wieder dringender. Wo setzen sich Menschen für andere oder für eine Sache ein, wo gibt es Allianzen und gemeinsame Ziele? Wann ist eine Solidaritätsbekundung tatsächlich schon Solidarität? Für die Ausstellung Bildräume der Solidarität suchen wir künstlerische Arbeiten, die Solidarität darstellen, dokumentieren oder aber sich selbst als einen Akt der Solidarität verstehen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven einzubringen, die Solidarität aufgreifen, befragen oder neu formulieren. Uns interessieren in diesem Zusammenhang auch Arbeiten, die sich mit Fragen der Beziehung, Abhängigkeit oder Zusammenhalt auseinandersetzen.
Das Medium für die einzureichenden Arbeiten ist das der technischen Bilder in einem erweiterten Sinn. Dazu zählen vor allem Fotografien, Videoarbeiten und computergenerierte Bilder, aber auch andere bildbasierte Installationen.
Die Ausstellung ist als Raum des Austauschs gedacht, um gemeinsam über Solidarität nachzudenken und Positionen in Beziehung zu setzen. Neben der Präsentation der Arbeiten möchten wir Möglichkeiten für Begegnung und Gespräch mit und zwischen den teilnehmenden Künstler:innen schaffen.
Teilnahmeberechtigung
Der Open Call richtet sich an Künstler:innen mit Wohnsitz in Berlin und Brandenburg:
- Emerging und etablierte Positionen
- Einzelkünstler:innen sowie Kollektive
Was wir suchen
Wir suchen fertige künstlerische Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen von Solidarität auseinandersetzen. Bevorzugt werden Arbeiten aus den letzten fünf Jahren.
Dies kann Arbeiten umfassen, die:
- soziale, politische oder affektive Dimensionen von Solidarität untersuchen
- sich mit Gemeinschaft, Fürsorge oder kollektiven Handlungsformen beschäftigen
- Fragen von Sichtbarkeit, Repräsentation und Bildzirkulation aufgreifen
- mit Strukturen technischer Bilder arbeiten oder diese hinterfragen
Medium: Technisches Bild
- Fotografie und linsenbasierte Praktiken
- Video und Bewegtbild
- Computergenerierte Bilder
- Scanografie, Fotogramme und experimentelle Bildtechniken
- Installation und multimediale Arbeiten
- bildarchivbasierte, forschungsorientierte Projekte
- hybride und medienübergreifende Arbeiten sind auch willkommen.
Ausstellung
Die Ausstellung findet im Villa Heike Kunstverein in Berlin statt.
Aufbau: 16.–19. Juni 2026
Eröffnung: 20. Juni 2026
Dauer der Ausstellung: 25.06. – 18.07.2026
Bedingungen
Für die ausgewählten künstlerischen Positionen steht ein Gesamtbudget von 3.000 € als Artist Fee zur Verfügung. Da die endgültige Anzahl und Form der Präsentationen (u. a. unterschiedliche Gewichtungen zwischen installativen Beiträgen und projektionsbasierten Formaten) zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig festgelegt sind, wird die konkrete Aufteilung der Mittel im Anschluss an die Auswahl festgelegt.
In Anlehnung an das thematische Anliegen der Ausstellung verstehen wir diese Verteilung nicht ausschließlich als administrative Setzung, sondern auch als möglichen kollektiven Aushandlungsprozess. Es ist daher vorgesehen, die beteiligten Künstler:innen in diesen Prozess einzubeziehen und gemeinsam eine faire und transparente Lösung zu entwickeln – beispielsweise im Rahmen eines moderierten Austauschs. Ziel ist es, sowohl unterschiedliche Produktionsrealitäten zu berücksichtigen als auch solidarische Entscheidungsformen praktisch zu erproben.
Auswahlverfahren
Die Auswahl erfolgt durch eine Jury bestehend aus: Yasmine Benhadj-Djilali, Barbara Esch Marowksi, Moritz Jekat, Wiebke Loeper, Michael Schäfer und Emeka Okereke.
Einreichung
Einreichung per E-Mail an: info@villaheikekunstverein.de
Betreff: „Open Call Solidarität“
Alles als 1 PDF (max. 10 Seiten und Dateigröße max. 5 MB).
Die Einreichung umfasst:
1. Name(n) und Kontaktdaten
2. 1-12 Abbildungen
3. Kurztext zur eingereichten Arbeit
4. Links zur Arbeit oder Webseite optional
Einreichungen sind auf Deutsch oder Englisch möglich.
Weitere Informationen
Bewerbungsschluss: 01.05.2026
Benachrichtigung der ausgewählten Künstler:innen: bis spätestens 15.05.2026
Die ausgewählten Künstler:innen werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens benachrichtigt. Wir bemühen uns um einen transparenten Auswahlprozess.
Für Fragen bitte an: info@villaheikekunstverein.de
Jury
Yasmine Benhadj-Djilali ist Architektin, Kuratorin, Galeristin und Dozentin, deren Forschung sich auf Regionen des Wandels und insbesondere auf die gewaltsamen Umbrüche in der arabischen Welt konzentriert. Sie studierte Architektur an der RWTH Aachen, lehrte an der Technischen Universität in Darmstadt und lebt derzeit in Berlin, wo sie das Architektur- und Designstudio YBDD sowie die Galerie BENHADJ&DJILALI gegründet hat.
Barbara Esch Marowski hat einen Abschluss in Fotodesign vom Lette Verein Berlin und hat Kunstgeschichte an der FU Berlin sowie Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin mit Schwerpunkt Audiovisuelle Medien und Medientheorie studiert. Zuletzt leitete sie von 2011 bis 2025 das Haus am Kleistpark/ Kommunale Galerien Tempelhof-Schöneberg in Berlin mit einem besonderen kuratorischen Fokus auf künstlerischer Fotografie. Seit Juli 2025 ist sie als freie Kuratorin und Autorin im Büro für Fotografie & Kontext tätig.
Moritz Jekat ist ein in Berlin lebender Künstler, dessen multidisziplinäre Praxis analoge und digitale Medien von Skulptur, Video und Installation bis hin zu Game Engines, 3D-Rendering und automatisiertem Schreiben verbindet. Im Zentrum der Arbeit von Jekat stehen affektive Infrastrukturen, digitale Verwandtschaft, kollektive Autor:innenschaft und spekulative Koexistenzsysteme.
Wiebke Loeper ist Künstlerin und Professorin für Fotografie an der Fachhochschule Potsdam, geboren in Ost-Berlin und lebt in Berlin. Sie studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Fischer und Joachim Brohm, war Meisterschülerin von Joachim Brohm. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen dokumentarischer und persönlicher Fotografie und untersucht Erinnerung, urbane Transformation und postsozialistische Bildräume.
Michael Schäfer ist ein in Berlin lebender und arbeitender Künstler sowie künstlerischer Leiter des Villa Heike Kunstvereins. Seine Arbeit reflektiert sowohl das technische Bild als Medium als auch konkrete gesellschaftliche Themen, in der er aktuelle Medienbilder durch digitale Montage mit eigenen fotografischen Aufnahmen verbindet.
Emeka Okereke ist ein nigerianischer Fotograf, transdisziplinärer Künstler, Forscher und Kulturproduzent, der zwischen Lagos und Berlin lebt und arbeitet. Seine Praxis umfasst Fotografie, Video, Poesie und Sound und konzentriert sich auf „Grenzen“ in ihren physischen, ideologischen und psychologischen Ausprägungen sowie auf das, was er als „Ontologie verkörperter Bewegung“ bezeichnet.
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